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Fifty Shades of Grey – ganz ohne Schattierungen

10956670_753059301430650_771937986_nNachdem die Bücher so einen Hype ausgelöst haben (siehe auch meinen Artikel hier) und meine Freundin den Film unbedingt sehen wollte, sind wir gestern in den Film “Shades of Grey” gegangen.

Ich war völlig unvoreingenommen, was die Wahl der Schauspieler betrifft, da ich das Buch nicht gelesen habe und somit keine Vorstellungen der Personen hatte.

So saß ich gestern also im Kino und wunderte mich zuerst über die seltsame Frisur der Anastasia Steele sowie ihren Mauerblümchen-Auftritt. Beim Gespräch mit Mr. Grey, der absolut nicht der Traumprinz ist, den ich mir vorstellte und so gar nicht mein Typ ist, war sie erst peinlich unbeholfen, aber dann wurde die gute Ana schon etwas kokett und so ging das ganze Geplänkel zwischen den beiden dann weiter.

Sie ziert sich, er will sie. Er ist unermesslich reich, sie muß nebenher arbeiten, um ihr Studium zu finanzieren. Es ist eine Geschichte wie es sie schon zu tausenden gab, ein Märchen a la Pretty Women..ja, wenn da nicht die kleine Sache mit den besonderen Wünschen des Mr. Grey wäre…

Mr. Grey schläft nämlich nicht mit Frauen, nein “Er f…. sie”. Da kommen wir der Sache schon etwas näher und sollte der Film jetzt vielleicht doch endlich mal etwas aufregend werden? Als Christian erfährt, dass die gute Ana noch Jungfrau ist, wird das schnell mal geändert… Selbstverständlich ist ER aus Anas Sicht endlich der Richtige für diesen wichtigen Schritt.

Christian zeigt Ana sein Spielzimmer und sie ist natürlich sehr schockiert. Er will sie aber unbedingt als seine Sklavin haben. Er legt ihr einen Vertrag vor mit lauter absonderlichen Passagen, von denen die unschuldige Ana vorher noch nie etwas gehört hat.

Für ihre Recherchen schenkt er ihr eben mal ein Apple Mac Book Pro. Bei einem “Business-Meeting” wird der Vertrag genauestens analysiert. Einen kleinen Vorgeschmack der Praktiken von Christian erhält Ana bei 2 Fesselungs-Sessions, die aber ziemlich harmlos sind. Da gibt es nur mal einen Klaps auf den Po und gefesselte Hände zu sehen….und ein klein klein wenig Erotik.

Ana ziert sich weiterhin und nach ihrem Abschluß, zu welchem sie einen flotten Kleinwagen von Christian geschenkt bekommt und er sogar in der Öffentlichkeit zu ihr steht, flieht sie erst einmal zu ihrer Mutter, da sie einfach nicht weiter weiß. So ganz kann ich die Handlungen der Ana nicht nachvollziehen?

Christian spürt sie dort selbstverständlich auf und sie haben eine schöne Zeit bis er zurückfliegen muß. Als Ana zurückkommt will sie von Christian wissen, was die härteste Bestrafung ist, die es geben könnte, um sich ein genaues Bild machen zu können.

Er peitscht ihr 6mal auf den Po und es war sicher schmerzhaft, aber Ana wollte es doch? Oder nicht? Denn danach ist sie wütend und traurig, die Tränen fließen und will nie mehr, dass Christian sie anfaßt. Hier beginnt die ganze Sache, dann doch etwas ziemlich dämlich zu werden, denn Ana verläßt daraufhin Christian (Sie haucht zum Abschied noch ein “Christian”..) und das wars…ja…wie? Ja tatsächlich! Der Film ist zu Ende….aber bekanntlich gibt es ja noch 2 Fortsetzungen, in welchen es dann vielleicht mal endlich zur Sache geht.

Was mich an dem Film extrem gestört hat ist, dass “BDSM” als etwas krankes Abartiges dargestellt wird, denn Ana will immer wieder wissen, wieso Christian so geworden ist. Ansonsten ist der Film ganz nett, eine seichte Liebegeschichte eben und der unermessliche Reichtum des Christian Grey läßt sicher einige Frauenherzen höherschlagen.

Ich muß das nicht noch einmal sehen….

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2 Comments

  • Reply Lüdtke majella

    Coole Idee so ein Blog

    21. Februar 2015 at 19:08
  • Reply Sunny

    Danke für den Hinweis zu deiner Rezension. Ich finde sie sehr nett geschrieben.
    Interessant wie jeder verschieden über den Film denkt und dabei fühlt.
    Ich zitiere dich: “Er peitscht ihr 6mal auf den Po und es war sicher schmerzhaft, aber Ana wollte es doch? Oder nicht? ”

    Ana wollte wissen, was die höchste Bestrafung ist, UM CHRISTIAN IN SEINEM HANDELN UND DENKEN ZU VERSTEHEN. Nach dem Auspeitschen wurde ihr klar, dass sie DAS nicht will. Das Ende, was wirklich sehr abrupt war, hat mich auch leicht schockiert. Ich hätte gerne noch ein Stündchen weitergeschaut….grins
    Mir hat der Film alles in allem gut gefallen. Ich war schon verwundert, wieviel Erotik bei FSK 16 gezeigt wurde.
    Wir haben den Film mit 5 Mädels gesehen. Die Meinungen waren sehr verschieden. Als eine die Frage stellte, wie man es finden würde, wenn die 16-jährige Tochter sich shades of grey anschaut, waren sich aber alle einig.

    Danke für Lesen deiner Rezension

    22. Februar 2015 at 10:02
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