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Persönliche Geschichte zur Krebsvorsorge und warum ich dankbar dafür bin

Heute geht es mal um ein ganz persönliches Thema und zwar meine Geschichte zum Thema Gebärmutterhalskrebs und wie wichtig die Krebsvorsorge ist.

Krebsvorsorge ist wichtig – meine persönliche Geschichte

In den letzten Jahren bin ich immer wieder mit dem Thema Krebs in den verschiedensten Varianten konfrontiert worden, sei es im Bekannten-, Kollegen- wie auch im Verwandtenkreis. Mein geliebter Opa musste leider viel zu früh aufgrund von Darmkrebs von uns gehen.

Früher dachte ich immer, das Thema betrifft mich persönlich nicht, sondern nur die anderen. Eine frühere Kollegin hat leider mit Ende 30 den Kampf gegen den Hautkrebs verloren.

Bei einer anderen Kollegin hat der Krebs im engsten Verwandtenkreis sogar doppelt in kürzester Zeit zugeschlagen und Ehemann sowie Sohn (in meinem Alter) waren betroffen.

Nutze die Vorsorgetermine – Krebsvorsorge

Die im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung möglichen Vorsorgetermine beim Gynäkologen habe ich daher auch immer in Anspruch genommen.

Im Jahr 2014 war der Abstrich das erste mal nicht in Ordnung und daher wurde zu einem Wiederholungsabstrich geraten. Auch dieser PAP-Test (Papanicolaou-Test) war auffällig mit dem Ergebnis Pap IIId, weswegen mir die Gynäkologin eine weitere Untersuchung im Krankenhaus bzw. den Besuch einer Dysplasie-Sprechstunde nahelegte.

Damals musste ich erst einmal googlen, was das überhaupt ist eine Dysplasie-Sprechstunde. Eine Dysplasie ist die Veränderung von Zellen an Gebärmutterhals, Vulva oder Scheide, die nicht typisch für diesen Bereich sind. Eine Dysplasie ist nicht gleichbedeutend mit Krebs, kann aber im Verlauf dazu führen. Um dies abzuklären, gibt es diese speziellen Sprechstunden in nahezu allen Krankenhäusern mit Gynäkologie. Währenddessen stehen verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten wie Ultraschall, Kolposkopie/Vulvoskopie, Entnahme von Gewebeproben zur Verfügung.

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Konisation – ja oder nein?

Ich dachte zu diesem Zeitpunkt immer noch, dass bei mir sicher alles in Ordnung sei. Bei der Untersuchung im Krankenhaus (Kolposkopie) konnte der Gynäkologe leider keine eindeutige Aussage treffen, weswegen er mir zwei Optionen anbot: Ein Wiederholungsabstrich in kurzem Abstand  (engmaschige Untersuchung) oder eine Konisation.

Obwohl ich immer noch überzeugt war, dass bei mir nichts Schlimmes rauskommen würde, habe ich mich für die Konisation entschieden, um letztendlich dann doch Gewissheit zu haben.

Bei einer Konisation wird der befallene Bereich meist mittels Schlingen kegelförmig entfernt und das Gewebe dann untersucht. Die Schlingenkonisation wurde bei mir im April 2015 ambulant in Vollnarkose durchgeführt. Das ist also nunmehr 5 Jahre her.

Nach ca. 2 Wochen habe ich das Ergebnis aus der Pathologie erhalten und nun konnte ich mit Sicherheit sagen, dass meine Entscheidung für die Konisation richtig gewesen ist. Der Befund lautete Plattenepithelkarzinom im Zellkern. Dieser wurde komplett entfernt und hatte noch nicht gestreut. Das war wirklich mein großes Glück und ohne die Krebsvorsorge wäre das nie herausgekommen.

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Erleichterung und die richtige Entscheidung – Krebsvorsorge kann Leben retten

Ich bin wirklich froh, dass ich mich für die sofortige Konisation entschieden hatte. Danach wurde ich alle drei Monate kontrolliert, die Abstände wurden dann nach einiger Zeit auf 6 Monate bis zu einem Jahr erhöht.

Ich schreibe diese Geschichte nicht, um Mitleid zu erhalten, sondern um Aufklärung zu betreiben. Es ist nämlich immer noch so, dass viele Frauen sich scheuen, die Krebsvorsorge durchführen zu lassen. Natürlich gibt es weitaus Schöneres, aber wenn man mit ein paar Minuten Unannehmlichkeiten die Entwicklung einer schweren Krebserkrankung vorbeugen kann, dann nimmt man das doch gerne in Kauf, oder?

Gebärmutterhalskrebs ist mittels der angebotenen Vorsorge frühzeitig erkennbar, aber viele andere Krebsarten sind es leider nicht. Ich gehe auch regelmäßig zur Mammographie, um auch hier die Risiken zu vermeiden. Dazu hat mir meine Frauenärztin geraten, obwohl ich noch nicht im entsprechenden Alter bin.

Denk auch immer daran, Deine Brust abzutasten und auf jeden Fall den Frauenarzt zu konsultieren, wenn etwas auffällig ist. Anhaltende Nackenschmerzen, die auch nach Massagen nicht besser werden, könnten im übrigen auch ein Anzeichen für Brustveränderungen sein. So war es auf jeden Fall bei meiner Schwägerin, die im letzten Jahr mit knapp 30 an Brustkrebs erkrankt ist.

Bisher habe ich mich jedoch noch nicht zu einer Darmspiegelung durchringen lassen können, aber in diesem Jahr muss ich es unbedingt machen lassen.

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Gehst Du regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen bzw. zur Krebsvorsorge?

 

Der Beitrag beruht auf meinen persönlichen Erfahrungen und stellt keinerlei ärztliche Beratung dar.

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11 Comments

  • Reply Tanjas bunte Welt

    Diese Vorsorgeuntersuchung ist wirklich mehr als wichtig, und ich mache sie auch jährlich. Meine Gynäkologin tastet ab, nimmt einen Abstrich und kontrolliert alles. Da meine Mutter AUCH gebärmutterhalskrebs hatte jnd gefühlt jeder 2te in miner Familie an Krebs stirbt, bin ich besonders vorsichtig. Macht man es, kann man frühzeitig etwas entdecken und behandeln, was oft ausschlaggebend ist. Super das bei dir alles so reibungslos war und bis dato nichts mehr ist.
    Liebe Grüße

    28. April 2020 at 18:06
    • Reply Anja

      Hallo liebe Tanja,
      wurde es bei Deiner Mutter auch rechtzeitig entdeckt?
      Liebe Grüße
      Anja

      28. April 2020 at 18:41
      • Reply Tanjas bunte Welt

        Ja, sie entfernten die Gebärmutter und hat nicht gestreut. Soweit ich weiß passt alles bei ihr

        28. April 2020 at 18:43
        • Reply Anja

          Das ist gut.

          29. April 2020 at 21:27
  • Reply miras_world_com

    Da hast du ja Glück gehabt. Ich sage auch, sobald jemand in der Familie betroffen ist, soll man egal im welchen Alter man ist, den Arzt informieren um zu der Risiko Gruppe zu gehören und an den Untersuchungen teilnehmen dürfen (den leider sind viele erst ab einem gewissen Alter zulässig). Da meine Schwester Brustkrebs hatte, bin ich auch relativ schnell in die Risiko Gruppe rein gekommen. Regelmäßige Untersuchungen sind sehr wichtig! Liebe Grüße und danke fürs teilen!

    28. April 2020 at 16:29
    • Reply Anja

      Hallo Du Liebe,
      ja es ist wirklich wichtig, zur Kontrolle zu gehen, aber leider machen das immer noch nicht genug.
      Liebe Grüße
      Anja

      28. April 2020 at 18:42
  • Reply Claudia Braunstein

    Liebe Anja, ich hatte während meiner langen Therapie wegen meines Mundenhöhlenkrebses eine ähnliche Diagnose.Unabhängig vom Mundkrebs kam ein weiteres Plattenepithel am Gebärmutterhals dazu. Die Entfernung war auf Grund meines sehr schlechten Gesamtzustandes äußerst schwierig. Zusätzlich lag ich auf Isolation, weil ich mir einen Krankenhauskeim eingetreten hatte. Auch ich hatte Glück, dass der Zweitkrebs im Gegensatz zum ersten sehr glimpflich verlief, weil ich rechtzeitig zur halbjährlichen Kontrolle war. Übrigens direkt in der Klinik, weil ich ja ohnedies stationär wegen der Strahlen / Chemotherapie drinnen lag. Liebe Grüße, Claudia

    28. April 2020 at 15:44
    • Reply Anja

      Hallo liebe Claudia,
      dann hattest Du ja Glück im Unglück. Auch wenn die restliche Geschichte nicht so schön ist.
      Liebe Grüße
      Anja

      28. April 2020 at 18:43
  • Reply Ein kleiner Blog

    Ich gehe regelmäßig jedes Jahr zur Vorsorge und alle 2 Jahre zur Mammographie. Mein Vater ist an Magenkrebs gestorben. Es gibt nur wenige Familien, wo nicht im Verwandten- und Freundeskreis Leute vom Krebs betroffen sind.
    LG Elke

    28. April 2020 at 14:33
    • Reply Anja

      Ja, das ist wirklich leider so. Ich höre es auch immer öfter.
      Liebe Grüße
      Anja

      28. April 2020 at 18:44
  • Reply Shadownlight

    Das ist auch das was ich lehre- Vorsorge ist sehr sehr sehr wichtig. Danke für deinen Beitrag.
    Liebe Grüße!

    28. April 2020 at 14:30
  • Ich freue mich ueber Kommentare

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